Karamellcreme à la bretonne
Wir waren auf dem Weg in den Campingurlaub in der Bretagne, mit einem Baby auf dem Rücksitz. Den Weg zum Campingplatz kannten wir nicht. Es wurde Abend, wir waren gestresst und hungrig. Die Laune im Auto war schlecht.
Wir hielten an einem Supermarkt, um etwas zu essen zu besorgen. Einer von uns griff nach der bretonischen Karamellcreme. Wir aßen sie im Auto mit Baguette. Bald war das Glas fast leer, und die Laune war gerettet.
Zutaten
- 200g Zucker
- 120ml Schlagsahne
- 5g Salz
- ca. 10g Agavendicksaft (optional)
- 66
Kurzanleitung
- Zucker klümpchenfrei (notfalls sieben / Pürierstab nutzen) in einen Topf geben. Ein größerer Topf (ca. 6 Liter) ist besser, weil er mehr Bodenfläche und mehr Schutz vor Spritzern bietet. Den Zucker bei mittlerer Hitze (ca. Stufe 6 von 9) langsam unter Rühren schmelzen lassen.
- Sahne, Salz und Agavendicksaft in einem Becher gut vermischen.
- Noch mal prüfen, dass wirklich keine Klümpchen im geschmolzenen Zucker sind. Notfalls den Pürierstab einsetzen.
- Wenn der Zucker ein helles Goldbraun erreicht hat, die Sahnemischung langsam einrühren - ähnlich wie das Öl bei einer Mayonnaise: erst nur kleine Mengen zugeben, dann langsam immer größere. Nicht aufhören zu rühren, bis alles vermischt ist.
- Die Mischung 30-60 Sekunden aufkochen lassen. (Je länger die Mischung kocht, desto fester wird hinterher die Creme.)
- Die fertige Creme kurz abkühlen lassen, dann noch flüssig in saubere Gläser abfüllen.
Gut zu wisssen
- Bei größeren Mengen dauert es länger, bis der Zucker geschmolzen ist. Anders als bei vielen anderen Rezepten lohnt es sich also nicht unbedingt, gleich eine größere Menge herzustellen. Geht aber natürlich.
- Gut aufpassen beim Zucker schmelzen: Bis der Zucker flüssig wird, dauert es gefühlt ewig. Wenn er aber erst mal flüssig ist, wird er auch sehr schnell braun -- und anschließend schwarz. Mit etwas Erfahrung trifft man recht zuverlässig den richtigen Punkt.
- Beim Einrühren der Sahne entsteht viel Dampf. Am besten trägst du dazu einen Kochhandschuh an der Hand, die den Schneebesen führt, damit du dich nicht verbrennst.